44/45 Zur Ästhetik des faschistischen Films

Die Ästhetik des faschistischen Films hat weit über 1945 hinaus einen starken Einfluß behalten. Nicht nur als Hintergrundfolie, sondern auch als Faszinosum lassen sich diese historischen Einflüsse bis in den neuen deutschen Film hinein verfolgen: von Fassbinder bis Herzog. Insofern verstehen die Herausgeberinnen dieses Doppelheft nicht nur als Beitrag zur Analyse einer historischen Epoche, sondern als eine Form von Geschichtsschreibung, die sich von heute her aufrollt. Im Mittelpunkt stehen nicht nur die NS-Filme, auf die sich Frauen und Film bereits mehrfach bezogen hat, sondern auch die filmästhetischen Konstruktionen der Weiblichkeit und Geschlechterdifferenz in Spanien und Italien im Film der 30er und 40er Jahre.

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Inhalt

  • Mechthild Zeul: »Wir sind keine Mörder, wir sind die Herren der Legion.« Die Darstellung der Frauen im frankistischen Film (1941 – 1949)
  • Kontinuität, Bruch, Erinnerung: das spanische Kino im Frankismus. Ein Gespräch mit Carlos Saura und Mechthild Zeul
  • Ausgewählte Filmografie zum frankistischen Kino
  • Heide Schlüpmann: Faschistische Trugbilder weiblicher Autonomie
  • Chryssoula Kambas: Hoffnung auf den Film. Zu Lu Märtens Filmentwürfen aus den dreißiger Jahren
  • Renate Lippert: »Was wißt denn ihr, was Liebe ist.« Pola Negri in Mazurka, 1935
  • Verena Lueken: Die unmögliche Frau. Ingrid Bergmann in Die vier Gesellen
  • Régine Mihal Friedman: Mein Tag mit Kristina
  • Gertrud Koch: Von Detlef Sierck zu Douglas Sirk
  • Heide Schlüpmann: Filmgeschichte als Geschichte. Neve Bücher zum NS-Film
  • Claudia Tronnier: Entmythologisierungen der Sexualität. Filmemacherinnen in New York: Lizzie Borden, Sheila McLaughlin, Abigal Child
  • Veronika Rall: »Brauche ich einen Namen, um zu sehen?« Sprache, Subjektivität und Geschlechterdifferenz in Jean-Luc Godards King Lear
  • Renate Lippert: Überblick. 34. Oberhausener Kurzfilmtage, 1988
  • Paola Viti: Die Dokumentarfilme des kanadischen Studio D in Florenz
  • Dokumentation
    zur Verfassungsklage des Verbands der Filmemacherinnen